Der Coutinho-Coup: Warum die Bayern nichts zu verlieren haben

Coutinho
Foto: Dokshin Vlad / Shutterstock.com

Mit der Verpflichtung von Philippe Coutinho ist dem FC Bayern ein echter Transfer-Coup gelungen. Der 27 Jahre alte Brasilianer könnte das fehlende Puzzlestück für Niko Kovac im bayerischen Offensivspiel sein. Unabhängig davon wie Coutinho sich diese Saison präsentieren wird, die Verantwortlichen in München haben faktisch nichts zu verlieren mit diesem Transfer.

Wochenlang hat Leroy Sane die Schlagzeilen beim FC Bayern bestimmt, der 23-jährige deutsche Nationalspieler galt lange Zeit als “der Heilsbringer” für den deutschen Rekordmeister. Die schwere Knieverletzung von Sane hat einen Transfer nach München vermutlich platzen lassen. Mit Philippe Coutinho hat der FCB jedoch, relativ schnell, einen echten Transfer-Coup gelandet. Der 27-jährige Brasilianer soll das bayerische Offensivspiel beleben.

Warum Coutinho besser zum FC Bayern passt als Leroy Sane

Gerade einmal 8,5 Millionen Euro Leihgebühr muss der FC Bayern für die Dienst von Philippe Coutinho bis zum Ende der Saison an den FC Barcelona überweisen. Diese Zahlen wurden nicht von von Football Leaks veröffentlicht, sondern hat der spanische Meister selbst wenige Stunden nach Bekanntgabe des Wechsels zum FC Bayern preis gegeben. Neben der Leihgebühr müssen die Münchner zudem das Gehalt von Coutinho übernehmen und dieses beläuft sich Medienberichten zufolge auf satte 13 Millionen Euro netto. Für viele Kritiker ist dies zu viel Geld für einen Spieler, der in den vergangenen knapp 1,5 Jahren nicht wirklich überzeugen konnte in Barcelona. Viele hätten sich lieber Leroy Sane anstelle von Coutinho gewünscht.

Rein objektiv betrachtet passt Philippe Coutinho deutlich besser ins bayerische Team als Leroy Sane. Während Sane ein “klassischer” Flügelflitzer ist, kann Coutinho variabel eingesetzt werden im offensiven Mittelfeld der Bayern. Der Brasilianer kann sowohl auf den Flügeln spielen, bevorzugt auf links, ist jedoch genau so gefährlich als “hängende Spitze” hinter Robert Lewandowski. Coutinho kann dabei als Spielmacher agieren und somit dass bis dato sehr flügel-lastige Spiel der Bayern entlasten. Damit schafft er zeitgleich (neuen) Raum für Kingsley Coman und Serge Gnabry. Zudem hat der FC Bayern mit Ivan Perisic bereits einen Backup für Coman auf der linken Flügelposition verpflichtet, der Perisic-Deal zeigt deutlich, dass Niko Kovac Coutinho nicht als Flügelspieler einsetzen wird, sondern viel mehr in der Mitte.

Anders als in Barcelona hat Coutinho in München den “Freiraum” als echter Spielgestalter zu agieren. Bei Barca hatte ein gewisser Lionel Messi diese Rolle inne und Coutinho kam zumeist vom linken Flügel. Es wird spannend zu sehen wie der brasilianische Nationalspieler am Ende des Tages sein Rolle beim FCB interpretiert und ob er dem Offensivspiel der Bayern tatsächlich eine neue Facette geben kann.

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