Umbruch bei den Bayern? Hintergründe und Fakten

Räumlich gedacht, sind es für die Bayern nur noch Zentimeter bis zum nächsten Pokalgewinn und auch die Meisterschaft ist in greifbarer Nähe. Danach ist erst einmal Pause und genügend Zeit, sich neu zu sortieren. Auch ein starkes Team benötigt Veränderung, sonst könnte schnell die Luft wieder raus sein: Der Rekordmeister steckt deshalb schon jetzt über beide Ohren in Verhandlungen um neue Spieler. Der Name Leroy Sane ist in diesem Zusammenhang bereits gefallen, ebenso wie Ante Rebić. Wie steht es aktuell mit den Verhandlungen?

Die schottische Zeitung “Daily Record” meldet, dass Manchester City nun doch grünes Licht für Gespräche mit Leroy Sané gegeben hat. Der 23-Jährige soll die Vertragsverlängerung bei seinem aktuellen Verein über 2021 hinaus abgelehnt haben, obwohl die Engländer ihn doch wirklich gern halten würden. Sané war in der jetzigen Saison vergleichsweise selten zum Einsatz gekommen, im Ligabetrieb stand er nur 21 Mal auf dem Platz. Zu wenig für den hoch aktiven Mittelfeldspieler, der auch gern mal verschiedene Außenpositionen einnimmt. Bei Bayern München würde sein Talent vielleicht mehr geschätzt, und auch die Bayern könnten das junge Blut für ihre nächsten Duelle sicher gut gebrauchen. Doch ohne eine hohe Ablösesumme wird dieser Deal wohl nicht abgehen.

Der Trainerstuhl wackelt

Außerdem wurde in jüngster Zeit immer wieder an dem Trainersitz von Nico Kovac gesägt. Entsprechend läuft aktuell auch die Gerüchteküche heiß, ob es zur neuen Saison einen neuen Trainer geben wird. Jürgen Klopp ist selbstverständlich wie immer Teil der Diskussion, doch auch José Mourinho gehört zu den heißesten Kandidaten im Rennen um die Regie beim Rekordmeister. Die Entscheidung wird sicherlich stark mit dem Meisterschaftsausgang zusammenhängen.

Momentan stehen die Chancen noch sehr gut, die meisten Fans und Experten sehen den FCB deutlich vor dem BVB auf Siegeskurs. So ist es nicht verwunderlich, dass der Sportwetten-Anbieter Betway beispielsweise mit einer 17,0 Quote auf die Dortmunder Meisterschaft wirbt. Doch in sicheren Tüchern ist für die Münchener noch lange nichts. Und auch wenn Kovac mit einer bärenstarken Rückrunde bislang sagenhafte 39 Punkte erzielen konnte, wertet die Münchener Chefetage die Saison ohne Meisterschaft sicherlich deutlich schlechter als mit diesem i-Tüpfelchen. Ebenso hängt die Entscheidung sicher ein gutes Stück auch am Ausgang des großen Pokal-Finales, das uns am 25. Mai im Berliner Olympiastadion bevorsteht.

Blickwechsel von Hudson-Odoi zu Rebić

Callum Hudson-Odoi, der derzeit beim Erstligisten FC Chelsea unter Vertrag steht, rückte schon vor längerer Zeit in den offiziellen Fokus der Bayern. Der erst 18-jährige englisch-ghanaische Flügelstürmer hat einen steilen Aufstieg hinter sich und galt lange Zeit als begehrtes Transferobjekt. Allerdings fällt er aktuell verletzungsbedingt aus und es bestehen Zweifel, ob der junge Mann danach zu seinen alten Höchstleistungen zurückkehren wird. Darum wenden die Bayern nun den Blick von Hudson-Odoi ab und richten ihn auf Ante Rebić, dessen Marktwert derzeit auf 35 Millionen Euro geschätzt wird. Der 25-jährige Stürmer spielt jetzt noch für Eintracht Frankfurt und erzielte für seine Mannschaft in der aktuellen Saison neun Tore. Der Vertrag des Kroaten läuft erst 2022 aus, sodass auf jeden Fall eine hohe Ablösesumme fällig würde.

Auch Abgänge sind für die nächste Saison zu verzeichnen, so verlässt Arjen Robben nach zehn Jahren den 1. FC Bayern. Wohin es ihn nach dieser intensiven Zeit letztlich zieht, bleibt noch offen. Vielleicht kehrt der Niederländer wieder nach Hause zurück, eventuell zu seinem Stammverein FC Groningen oder zum PSV Eindhoven. Auch Ajax Amsterdam und Portugals Premium-Mannschaft Benfica Lissabon sollen Interesse angemeldet haben, der erfahrene 35-Jährige steht also weiterhin ziemlich hoch im Kurs. Lücken müssen gefüllt werden, darum haben sich die Bayern auch bereits Lucas Hernández für die nächste Saison an Land gezogen. Der Franzose spielt aktuell noch für Atlético Madrid, im Sommer 2018 durfte er gemeinsam mit seiner Nationalmannschaft den WM-Pokal entgegennehmen. Nun soll eventuell auch noch Theo Hernández folgen, den Real Madrid für eine Saison an Real Sociedad San Sebastian verliehen hat.

Foto: CosminIftode / Shutterstock.com

Kurz und gut: Bei Bayern München befindet sich ganz viel in Bewegung, doch das sind wir von diesem Verein gewohnt. Sich auf den verdienten Lorbeeren auszuruhen, das war noch nie Sache dieser Erfolgsmannschaft, die sich immer schon am Transfermarkt zu bedienen vermochte.

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