Auch in dieser Saison ist der FC Bayern München in der Bundesliga das Maß aller Dinge. Lediglich eine Niederlage steht zu Buche, ansonsten gewann der Rekordmeister alle seine Partien. Das 1:4 bei der TSG 1899 Hoffenheim am 2. Spieltag war lediglich ein Ausrutscher, von dem sich die Münchener rasch erholten. Sechs Siege, 18 Punkte, dazu der torhungrigste Angriff mit 27 Treffern sowie eine beeindruckende Tordifferenz von plus 16: Das ist der FCB der Spielzeit 2020/21.

Ein Blick auf die Bayern Statistik zeigt die Klasse dieser Mannschaft. Der Torhunger von Starstürmer Robert Lewandowski ist noch lange nicht gestillt. Mit seinen elf Treffern in nur sechs Spielen beweist der 32 Jahre alte Pole auch in dieser Saison seine Extraklasse. Mit jeweils vier Treffern folgen in der internen Rangliste Serge Gnabry und Thomas Müller. Verglichen mit Lewandowski nicht viel, aber immer noch ausreichend für einen Platz in den Top Ten der Bundesliga.

Lewandowski und Müller sind zudem die erfolgreichsten Scorer der Bayern. Der polnische Goalgetter lieferte zusätzlich zu seinen eigenen Treffern noch vier Vorlagen, während bei dem Münchener Urgestein sogar fünf Assists in der Bilanz stehen. Vier Vorlagen gab ebenfalls Joshua Kimmich, der mit einem Meniskuseinriss jedoch aller Voraussicht nach erst wieder im nächsten Jahr auf dem Platz stehen wird.

Ein Schönheitsfleck lässt sich, neben der Niederlage in Hoffenheim, dennoch finden: Obwohl Nationaltorhüter Manuel Neuer das Gehäuse hütet, kassierte der FCB bereits elf Gegentreffer. Damit stehen sie nur auf Rang neun in der Bundesliga. Lediglich Schalke 04 und Eintracht Frankfurt blieben gegen den Tabellenführer ohne eigenen Treffer. Beide Teams schlossen zudem intensive Bekanntschaft mit der Offensivpower der Bayern und mussten acht (Schalke) bzw. fünf (Frankfurt) Gegentore hinnehmen.

Ob und wie die Münchener den langen Ausfall von Kimmich verkraften, werden die nächsten Spiele zeigen. Immerhin soll Linksverteidiger Alphonso Davies bereits im Dezember seine Rückkehr feiern. Der junge Kanadier pausiert aufgrund eines Bänderrisses im Sprunggelenk seit Ende Oktober.

Interessant dürfte auch werden, ob die Querelen um die Verträge von David Alaba und Jérôme Boateng negative Auswirkungen zeigen. Während Boatengs Vertrag, der zum Saisonende ausläuft, nicht verlängert wird, ist Alabas Zukunft noch unklar. Neben Real Madrid und Paris Saint-Germain soll auch der FC Chelsea Interesse an einer Verpflichtung des Österreichers haben, der noch einen Kontrakt bei den Bayern bis 2021 innehat. Auch eine Vertragsverlängerung bei den Münchenern ist noch lange nicht vom Tisch.

Doch noch sind alle Bayern-Asse dabei. So auch Niklas Süle, dessen Vertrag 2022 endet und mit dem die Verantwortlichen gerne verlängern möchten. Nach Bremen und Stuttgart steht am 5. Dezember das Spitzenspiel gegen RB Leipzig auf dem Programm. Lediglich einmal in der Geschichte der Bundesliga gelang RB bislang ein Sieg gegen den Rekordmeister. Am 18. März 2018 drehten Naby Keïta und Timo Werner das Spiel zu einem 2:1-Erfolg, nachdem Sandro Wagner die Isarstädter in Führung gebracht hatte. In der vergangenen Spielzeit hatten sich beide Teams zweimal unentschieden (1:1, 0:0) getrennt.